Der imperialistische Raubstaat - Nikolai Bukharin

Jugend-Internationale

Jugend-Internationale: Kampf- und Propagandaorgan der internationalen Verbindung sozialistischer Jugendorganisationen. Die elf historischen Nummern der Kriegsausgabe 1915-1918, (The Youth International), Zürich, 1916, Nr. 6 (1 December): 7—9. Under the pseudonym "Nota-Bene".

Reprinted (evidently) in Arbeiterpolitik: Wochenschrift für wissenschaftlichen Sozialismus (Bremen) 9.12.1916, 193–95. See Wladislaw Hedeler 2005: Nikolaj Ivanovic Bucharin. Bibliographie seiner Schriften und Korrespondenzen 1912-1938.

Lenin had refused to publish an earlier manuscript in Russian, see his letter to Bukharin: https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1916/sep/00nib.htm

The manuscript was only published after Lenin's death. A translation was made by Richard B. Day: Toward a Theory of the Imperialist State.

As Bukharin explained in the first footnote: 'I wrote a number of short articles, developing the same system of views [as in the manuscript]', among which the present article in Jugend-Internationale. Bukharin also mentioned his articles in Novy Mir (New York). That journal (Новый мир) can also be found online here (some issues missing).

In the manuscript Bukharin wrote, that 'In the growing revolutionary struggle, the proletariat destroys the state organization of the bourgeoisie, takes over its material framework, and creates its own temporary organization of state power'. Thus Bukharin does say that the proletariat "utilizes" (better translation I think) the bourgeois state organization's material "framework". He used the term "framework" earlier in the manuscript, but the meaning is not clear to me. Also note that Bukharin doesn't explicitly attack Kautsky's position on the state.

In response to Lenin's refusal to publish it, Bukharin wrote a letter in October 19161which Stephen Cohen refers to as follows:

Intended as a farewell gesture, he [Bukharin] again firmly rejected Lenin's accusations, reprimanding him for having fabricated and exaggerated their differences, and defended his views on the state as "correct and Marxist. " Then, in a remarkable passage, he suggested how some socialists interpreted Lenin's campaign against him: they were say­ing "that in the last analysis I am being kicked out because 'your Lenin cannot tolerate any other person with brains.'" Bukharin characterized such speculations as nonsense; but, in a stroke, he had revealed an unspoken source of tension between himself and Lenin, as well as his own feelings about the obsequious coterie around the leader. He closed, however, with a moving plea: I ask one thing of you: if you must polemicize, etc., preserve such a tone that it will not lead to a split. It would be very painful for me, painful beyond endurance, if joint work, even in the future, should become impossible. I have the greatest respect for you; I look upon you as my revolutionary teacher and love you.
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However, Lenin firmly replied to this letter: https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1916/oct/14nib.htm

Upon publication of the present article in Jugend-Internationale, Lenin published the following criticism of it: https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1916/dec/00d.htm

In February 1917 Lenin wrote letters to Kollontai and Armand, saying:

Quote:
I am preparing (have almost got the material ready) an article on the question of the attitude of Marxism to the state. I have come to conclusions which are even sharper against Kautsky than against Bukharin (have you seen his “Nota Bene” in No. 6 of Jugend-Internationale? and Sbornik Sotsial-Demokrata No. 2[Lenin's criticism of it]?). The question is exceptionally important. Bukharin is far better than Kautsky, but Bukharin's mistakes may destroy this “just cause” in the struggle with Kautskianism.

https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1917/feb/17ak.htm

Quote:
I have been putting in a lot of study recently on the question of the attitude of Marxism to the state; I have collected a lot of material and arrived, it seems to me, at very interesting and important conclusions, much more against Kautsky than against N. Iv. Bukharin (who, however, is not right all the same, though nearer to the truth than Kautsky). I would terribly much like to write about this: perhaps publish No. 4 of Sbornik Sotsial-Demokrata with Bukharin’s article, and with my discussion of his little mistakes and Kautsky’s big lying and vulgarisation of Marxism.

https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1917/feb/19ia.htm

Der imperialistische Raubstaat

Die wichtigste taktische Frage unserer Zeit ist die Frage der sogenannten Landesverteidigung. Denn gerade hier liegt eine Scheidungslinie zwischen der ganzen bürgerlichen und der proletarischen Welt. Schon in dem Worte selbst steckt ein Betrug. Denn es handelt sich hier in der Wirklichkeit nicht über das Land als solches, das heißt über dessen Bevölkerung, sondern über die staatliche Organisation, über den Staat. Wenn das Land seine Selbständigkeit verliert, heißt das nicht, daß seine Bewohner ihre Selbständigkeit verlieren (eine solche im Kapitalismus haben sie überhaupt nicht), sondern lediglich, daß eine staatliche Organisation aufhört zu existieren. Das harmlose Wörtlein „das Land" deckt also ein Herrschaftsverhältnis, dessen Inhalt Blut und Tränen, Versklavung und Unterdrückung, Raub und Morden ist. Desto „tapferer" sind viele „Umlerner", welche — ganz konsequent — von dem Standpunkte der Landesverteidigung ausgehend zur Verherrlichung des Staates, zu den enthusiastischen Hymnen an „Staatsvernunft" mit allen ihren heiligen Attributen, von prostituierter Wissenschaft und Religion bis zum Heere und Flotte, sogar bis zur Polizeigewalt und Klassenjustiz gekommen sind. Es ist also höchst wichtig, eine klare Vorstellung von dem Staate überhaupt, sowie von dem imperialistischen Raubstaate im besonderen zu haben.

Der Staat ist eine historische Kategorie. Das heißt, daß der Staat nicht als ewiges Gesetz der Gesellschaft erscheint, sondern eine vorübergehende gesellschaftliche For- mation ist. Mit anderen Worten: der Staat entsteht nur auf einer bestimmten Entwicklungsstufe, und umgekehrt, auf einer anderen Stufe der Entwicklung muß er verschwinden. Er ersteht als eine Organisation der herrschenden Klasse, und darin liegt sein Wesen. Das ist die Organisation „der mächtigsten, ökonomisch herrschenden Klasse, die vermittelst seiner auch politisch herrschende Klasse wird und so neue Mittel erwirbt zur Niederhaltung und Ausbeutung der unterdrückten Klasse" (F. Engels: Ursprung der Familie usw., S. 137). Der Begriff des Staates hat also den Begriff der Klassenherrschaft als seine Voraussetzung. Klassenloser Staat ist also ebensolches Unding, wie zum Beispiel klassenloser Kapitalismus oder trockenes Wasser. K. Marx hat das mit folgenden Worten zum Ausdruck gebracht: „Selbst die radikalen und revolutionären Politiker" schreibt er (siehe „Kritische Randglossen" usw., Nachlaß, B. II, S. 50) „suchen den Grund des Uebels nicht im Wesen des Staates, sondern in einer bestimmten Staatsform, an deren Stelle sie eine andere Staatsform setzen wollen". Ganz anders sind die Ziele der Sozialisten: „Alle Sozialisten — behauptet F. Engels (italienischer Artikel: „Dell' Autörita", abgedruckt in der „Neuen Zeit", 32, I, S. 39) — sind darin einverstanden, daß der Staat und mit ihm die politische Autorität infolge der künftigen sozialen Revolution verschwinden werden; das heißt, daß die öffentlichen Funktionen ihren politischen Ausdruck verlieren und sich in einfache administrative Funktionen verwandeln werden, die die sozialen Interessen überwachen." Derselbe Engels schreibt im „Anti-Dühring" (dem Werke, welches bekanntlich von Marx durchgesehen, fast redigiert und teilweise geschrieben wurde), daß der Staat „stirbt ab". Dieselbe Prognose stellt er auch im „Ursprung der Familie". Die Gesellschaft, die die Produktion auf Grundlage freier und gleicher Assoziation der Produzenten neu organisiert, versetzt die ganze Staatsmaschine dahin, wohin sie dann gehören wird: ins Museum der Altertümer, neben das Spinnrad und die bronzene Axt (Seite 140).2 Mit der Sprengung des Klassenverhältnisses wird auch sein politischer Ausdruck — der Staat — gesprengt, und es entsteht eine klassenlose und staatslose sozialistische Gesellschaft.

Der Staat ist die allgemeinste Organisation der herrschenden Klasse, das heißt, daß das Ausbeutungsobjekt hier nicht nur einige Kreise, sondern die ganze ausgebeutete Klasse ist . Das ist eine riesige, ungeheure Auspumpungs-maschine, welche selbst das Volk direkt exploitiert sowie auch zum Zwecke hat, alle Bedingungen der „normalen" Exploitation aufzubewahren, zu schützen und zu verbreiten. Wenn irgendwelche Gefahr droht, so geht der Staat mit seiner ganzen — letzten Endes militärischen — Gewalt gegen die „Feinde" los: nach außen sind das die Kriege, nach innen eine brutale Niederwerfung der Rebellen. Die Waffengewalt, das Morden, ist also das eherne Gesetz des Staates, jeder Staatsform ohne Ausnahme. Nur die quantitative Seite dieser Erscheinung ist verschieden, und sie verändert sich mit dem Typus des Staates, was wiederum durch die welt- und volkswirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird. Geradein unserer Zeit, mit der Bildung imperialistischer Staaten, nimmt die allgemeine Militarisierung riesige, nie dagewesene Demensionen an.

II.
Der Staat ist allumfassende Organisation der Herrschenden Und in der vorimperalistischen Epoche war das eigentlich die Organisation. Besonders wichtiges Gebiet des gesel schaftlichen Lebens — die Wirtschaft — war völlig anarchisch. Das individuelle Unternehmen, der Kapitalist, welcher gan: allein „arbeitet" und nur seinen Arbeitern gegenübersteht, dem der Staat nur allgemeine Bedingungen seiner „Ausbeitungsrechte" sichert — das ist das typische Bild der früheren Oekonomie. Ganz anders ist es jetzt geworden. Der ein- zelne Kapitalist wurde zum Verbandskapitalisten. Das rasche Verschwinden des Mittelstandes, der siegreiche Zug des Großkapitals hatte einige neue Formen des ökonomischen Lebens hervorgerufen, welche natürlich als besondere Formen des Klassenlebens aufgetreten sind. Die Bildung der Unternehmerverbände, der Trusts, der Syndikate usw., ihr gegenseitiges Zusammenbinden durch kombinierte Betriebe und die Großbanken haben die alten Formen ganz verändert. Und wenn für die vorimperialistische Epoche das individuelle Kapitaleigentum charakteristisch war, so ist für die heutige finanzkapitalistische Wirtschaft das kollektive Eigentum miteinander organisatorisch verbundener Kapitalisten charakteristisch. Denselben Prozeß kann man aber nicht nur auf dem Gebiete der Oekonomie bemerken. Er erstreckt sich auf alle Gebiete des Klassenlebens. Und wenn die Arbeiterklasse sich die Gewerkschaften, die politischen Organisationen, die Korporative, die Bildungsvereine usw. schafft, so macht das die Bourgeoisie in viel größerem Umfange. Auf diese Weise bilden sich verschiedenartige bürgerliche Klassenorganisationen: im ökonomischen Leben die Unternehmerverbände, Trusts usw.; auf dem politischen Gebiete politische Parteien mit allen Abzweigungen; auf dem wissenschaftlichen Gebiete verschiedene wissenschaftliche Organisationen, die sich im nötigen Moment in die treuen und servilen Diener der kapitalistischen Bestie verwandeln usw.. endlich wird der Staat immer riesiger. Aber damit ist der Organisationsprozeß nicht am Ende. Alle diese Reihen haben die Tendenz, miteinander zu verwachsen und sich in eine einzige Organisation der Herrschenden zu verwandeln. Das ist der neueste Schritt der Entwicklung, welcher besonders deutlich während des Krieges sichtbar wurde. Am wichtigsten ist das Verschmelzen der staatlichen Bourgeoisorganisation mit denen auf dem ökonomischen Gebiete. Die Produktion wird all mählich staatlich geregelt. Das geschieht in zwei wichtigen Formen: Erstens durch die Einführung der Staatsmonopolien auf dem Gebiete der Produktion, was hauptsächlich aus finanziellen (die Deckung der Kriegsanleihen usw.) sowie auch aus staatlich-militärischen Gründen (Notwendigkeit der Kriegsmaterialien) gemacht wird; zweitens durch das besondere System der sogenannten „gemischten Betriebe", wo der Staat und die ökonomische Unternehmer-organisation gemeinsamen Besitz haben. Dasselbe geschieht auch in der Sphäre des Verkehrs: Die Einführung der staatlichen Handelsmonopolien, die Verschmelzung der staatlichen und „privaten" Kreditanstalten (Banken), taxierte Preise, das Eingreifen des Staates in die Produktenverteilung — alles dies bedeutet die Aufsaugung des ökonomischen Lebens von der staatlichen Organisation. Die „Volkswirtschaft" wird mehr und mehr eine „Staatswirtschaft", ein „staatskapitalistischer Trust". Aber nicht nur staatliche und rein ökonomische Organisation der Bourgeoisie vereinigen sich, sondern auch alle andern bürgerlichen Klassenorganisationen haben dieselbe Tendenz. Die Wissenschaft, die Parteien, die Kirche, die Unternehmerverbände usw. werden in den Staat hineingezogen. So entsteht eine einzige, allumfassende Organisation, der moderne imperialistische Raubstaat, als dieomniponente Herrschafts Organisation der Bourgeoisie, mit unzähligen Funktionen, mit gigantischer Gewalt, geistiger (verschiedene Verdummungsmethoden: die Religion, die Presse, die Schule usw.) sowie auch materieller (die Polizei, das Militär). Diese Gewalt dringt in alle Poren der finanzkapitalistischen Gesellschaft hinein und gibt unserer Zeit ein besonderes spezifisches Gepräge. Hier sehen wir auch die Dialektik der Geschichte: Der Staat, welcher zuerst die einzige Organisation der Herrscherklasse war, verwandelt sich in eine Organisation, neben der anderen, um sich wieder in eine einzige zu verwandeln durch die Aufsaugung aller andern. Das ist das heutige Monstrum, der moderne Leviathan der Staatlichkeit.3

III.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft führt zum schroffsten gegenseitigen Bekämpfen der staatlich organisierten „Volkswirtschaften". Die imperialistischen Kriege aber haben wieder eine Rückwirkung auf die Struktur der Staaten. Und wenn der oben geschilderte Typus sozusagen ein ideelles Bild des imperialistischen Staates ist, und nur die entwickeisten Staaten eine solche Stufe erreicht haben, so führt doch jeder Tag— und besonders jeder Tag des Krieges — zur Verallgemeinerung dieser Tatsache. Das stellt an das Proletariat die Aufgabe, sich an diese neue Situation anzupassen. Es ist klar, daß der imperialistische Raubstaat (wir nennen ihn Raubstaat deswegen, weil seine „kulturelle Mission" nach außen ein systematisches Berauben der schwachen Nationen, Kolonialländer usw. ist) die höchste Form der bürgerlichen Klassenorganisation darstellt. Die Gewaltmittel dieser Organisation sind riesig. Man erinnere sich nur an den heutigen Militarismus. Die Arbeiter stehen also den versammelten Kräften der ganzen Bourgeoisie gegenüber. Sie können diese Gewalt mit nur noch größerer Gewalt brechen, und das ist die Gewalt der Massen. Die Massenaktionen sind das unausbleibliche Mittel des siegreichen Kampfes. Für die Sozialdemokratie aber, die die Erzieherin der Massen ist, oder wenigstens sein soll, ist es jetzt mehr als je not- wendig, ihre prinzipielle Gegnerschaft zum Staat zum Ausdruck zu bringen. Der ist ein Verräter am Sozialismus, der – wie heutige Sozialpatrioten – die Arbeiter zum gegenseitigen Vernichten treibt, unter dem Vorwande der Landes-verteidigung: denn es ist in der Wirklichkeit ein Angriff des Staates, des Todfeindes des sozialistischen Proletariats.

Der heutige Krieg hat gezeigt, wie tief die Wurzeln der Staatlichkeit in die Seelen der Arbeiterschaft hineingedrungen sind. Aber derselbe Krieg hat gezeigt, daß diese Psychologie mehr und mehr zurücktritt. Es ist ein Prozeß, welcher gewisse Analogien in der früheren Epoche hat. Wie früher die Arbeiter, welche noch in patriarchalischen Verhältnissen mit ihren Patronen lebten, die Interessen ihrer Ausbeuter für ihre eigenen Interessen gehalten haben, so kämpfen auch jetzt die Proletarier für die Interessen ihrer Ausbeuter und Plünderer. Aber wie der Hammer der Fabrik diese idyllischen Verhältnisse zerstört hat, so wird auch der Imperialismus die Servilität der Arbeiterschaft zerstören, und unter dem Drucke der Kriege, der wahnsinnigen Unterdrückung wird das Proletariat den einzigen „gerechten Krieg" erklären, den Krieg gegen die Herrschaft des Kapitals.

Nota-bene.

  • 1. Printed in Bolshevik 1932, (pp. 187-89) ...
    Повторяю, первая глаза состоит из развития трех вышеозначенных положений; революционные] марксисты их признают всецело. Кстати: я, кажется, подкрепил эти положения цитатами из Маркса-Энгельса, продолжение которых я отлично знаю. Но по данным пунктам они имели не подлежащее перетолковыванию мнение. Только Парвус пытается в «Glоске» превратить Маркса в Луи-Блана.

    Вы можете спросить: Да зачем сейчас обсуждать этот академический вопрос? А по-моему, это важнейший и актуальнейший вопрос. Громадная заслуга за Паннекуком в том, что он, почти единственный, понял актуальность проблемы. [A great service was rendered by Pannekoek in that he, almost sole, understood the actuality of the problem (on the state).] Ибо все сейчас концентрируется на вопросе о государстве, про которое массы толком не знают, что же это такое. Необходима поэтому и общая постановка вопроса. (Еще забавно: в норвежской печати за одну мою статью на меня напали анархисты, которым я ответил длиннейшим фельетоном [Klassekampfen, Norwegian journal, see Hedeler's bibliography, article titled: Marxisme contra anarkisme, 7.10.1916]. Здесь я считаюсь во главе антианархистской кампании, вы меня ругаете анархистом.) Статья у вас лежала долгое время; было раньше время и списаться, и все. Ни Григорий], на Вы не писали мне ни строки, несмотря на мои бесчисленные просьбы. Как же это, В[ладимир] Щльич], было понять иначе? Другая сторона дела: Вы отлично знаете, что на меня смотрят и русские группы и заграничные товарищи, как на одного из активных б[олыпеви]ков. Всюду в печати еtс. я выступал как ваш сотрудник. Относительно даже «Сборника Социал-Дгмократа» я тоже Бел дело, брал статьи еtс, как одкн кз его участников. На всякие разгозоры со стороны русской публикл (ибо слухами полон мир), что меня в конце концов вышибут, потому что «Ваш Ленин не может терпеть около себя ни одного человека с головой», или на аналогичный вздор я отвечал всегда соответствующим образом. Теперь (я уезжаю, и "Сборник", может быть, был бы — на долгое время — последним совместным литературным] выступлением), к величайшей радости всей шушеры, я остаюсь один. Вот почему все по совокупности вызвало такую реакцию. Что касается моей нервности, то, быть может, я прямо болен — что за смысл это скрьзать, если уже говорить по правде? Хочется куда-нибудь бежать от всех склок, историй, всего. Б[ыть] м[ожет], малодушие — говорю то, что есть. Не хватает сил, которые уходят на ерунду. Как бы то ни было, об одном Вас прошу: если будете полемизировать еtс., сохраните такой тон, чтобы не доводить до разрыва. Мне очень было бы тяжело, сверх сил тяжело, если бы совместная работа, хотя бы и в будущем стала невозможной. К Вам я питаю величайшее уважение, смотрю на Вас как на своего учителя революции и люблю Вас.

  • 2. Bei dieser Gelegenheit mochten wir bemerken, daß es völlig verkehrt ist, den Unterschied zwischen den Soziallsten und Anarchisten darin zu suchen, daß die enteren staatsfreundlich und die letzteren staatsfeindlich sind. Der Unterschied liegt aber darin, daß die revolutionäre Sozialdemokratie die neue gesellschaftliche Produktion als zentralisierte, das heißt technisch-progressivste formieren will, während die dezentralisierte anarchistische Produktion nur einen Rückschritt zur alten Technik und Betriebsform bedeuten würde.
  • 3. Unter dem süssen Worte „Der Kriegssozialismus" verherrlichen die gelben „Sozialdemokraten" nichts anderes als den imperialistischen Raubstaat.
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